Senkungsprobleme

Gynäkologie

Spezifische Erkrankungen der Frau können das innere und äußere weibliche Genitale und die Brust betreffen. In der Klinik für Frauenheilkunde werden diese konservativ, z.B. durch Physiotherapie oder operativ behandelt. Dabei werden alle operativen Therapien der Gynäkologie in Altötting durchgeführt, darunter auch teilweise komplexe interdisziplinäre Operationen bei der Krebsbehandlung. Die hohe Expertise in der operativen Gynäkologie und der gynäkologischen Onkologie hat ihren Ausdruck in dem durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrum und in der Aufnahme in die Topärzte für gynäkologische Tumore und Brustkrebs im Focus des Zentrumsleiters Chefarzt Dr. Peer Hantschmann gefunden.

Über einige spezielle Krankheitsbilder der Gynäkologie haben wir eine kurze Information zusammengestellt.

  • Minimalinvasive Chirurgie
  • Senkungsprobleme und Inkontinenz
  • Gynäkologische Onkologie Bösartige Tumore der weiblichen Genitalorgane
  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)
  • Eierstockskrebs (Ovarialkarzinom)
  • Brustkrebs (Mammakarzinom)

Es ist uns aber wichtig, dass allgemeine Erläuterungen auf Ihre persönliche Situation nur bedingt zutreffen. Daher können wir gemeinsam mit Ihnen eine geeignete Behandlung nur festlegen, wenn wir uns persönlich mit Ihnen unterhalten, Sie untersuchen und das Für Sie passende Therapiekonzept unter Einbeziehung Ihrer Wünsche zusammen erstellen. Gerne können Sie bzw. Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt bei uns dafür einen Termin über das Sekretariat vereinbaren (Telefon +49 8671 5091235)

Behandlung von unwillkürlichem Harnverlust (Inkontinenz) und Senkungsproblemen

Der untere Harntrakt und die gynäkologischen Organe liegen in unmittelbarer Nachbarschaft und stellen damit funktionell ein partiell zusammengehörendes Organsystem dar. Dabei können sich mitbedingt durch besondere Belastungsfaktoren wie Geburten oder eine Bindegewebsschwäche Probleme durch eine Senkung der weiblichen Genitalorgane oder ein unwillkürlicher Urinverlust (Harninkontinenz) entwickeln.

Sollte wegen einer Harninkontinenz oder einer Senkung eine spezielle Untersuchung sinnvoll sein, können Ihre Ärztin oder Ihr Arzt in unserer Abteilung einen Termin vereinbaren. In Abhängigkeit vom Untersuchungsergebnis können wir mit Ihnen besprechen, ob eher medikamentöse Maßnahmen, Beckenbodengymnastik oder eine Operation sinnvoll sind.

Urogynäkologische Spezialsprechstunde

Termine: Mittwoch 08.30 - 11.00 Uhr
Telefon: +49 8671 509 1235

Senkungsprobleme

Besteht eine ausgeprägte Senkung, die Beschwerden bereitet, oder gar ein Vorfall, so wird meist eine Operation nötig. Ist die Gebärmutter noch vorhanden, so wird sie häufig durch die Scheide, das heißt ohne Bauchschnitt, bei dem Eingriff entfernt, kann aber unter Umständen auch erhalten werden. Zugleich wird die Senkung des Blasenbodens bzw. des Enddarmes durch eine so genannte "vordere (bzw. hintere) Plastik" behoben. Der Begriff "Plastik" bedeutet hierbei, dass es sich um eine plastische, also formverändernde, Operation handelt; Fremdmaterial wird meist nicht eingesetzt.

In Einzelfällen, vor allem, wenn es sich um ein Rezidiv (= erneutes Auftreten) handelt, werden spezielle Techniken angewendet, wobei dann ein Bauchschnitt erforderlich sein kann und eventuell auch Fremdmaterial in Form eines Netzes verwendet wird.

Die bereits angesprochene Nähe zur Harnblase kann im Falle von Senkungszuständen zur mangelhaften oder erschwerten Entleerung der Harnblase mit nachfolgend gehäuften Harnblasenentzündungen führen. Entsprechend kann eine Senkung der hinteren Scheidenwand zu Problemen bei der Stuhlentleerung führen.

Als Alternative zur Operation kommt die Einlage eines Scheidenringes oder -würfels in Frage. Diese Lösung stellt aber nur einen Kompromiss dar, wenn die Operation z. B. aus gesundheitlichen Gründen ein zu hohes Risiko bedeutet oder aufgeschoben werden soll. Wird ein Pessar (Ring oder Würfel) verwendet, so sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei der Frauenärztin/beim Frauenarzt zum Wechsel und zur Reinigung des Pessars erforderlich.

Inkontinenz

Harninkontinenz

Grundlage der Diagnostik ist zunächst ein ausführliches Gespräch, in dem die Umstände des Urinverlustes geklärt werden. Es werden verschiedene Formen der Inkontinenz unterschieden:

Stressinkontinenz

Urinverlust im Zusammenhang mit körperlicher Belastung (z.B. Hüpfen, schweres Heben) und beim Niesen oder Husten

Dranginkontinenz

plötzlich auftretender, nicht unterdrückbarer Harndrang

Mischformen

Zur Abgrenzung ist es oft hilfreich, ein so genanntes Miktionstagebuch (= genaue Aufzeichnung von Trinkmenge und Toilettengängen) zu führen.

Untersuchungsablauf:

  • Befragung
  • gynäkologische Untersuchung
  • Ultraschalluntersuchung
  • Urodynamische Messung

Behandlung:

  • grundsätzlich
  • Östrogenisierung der Scheidenhaut
  • konsequent durchgeführte Beckenbodengymnastik
  • Verhaltenstraining
Stressinkontinenz

meist operative Therapie - häufig minimal invasiv durch spannungsfreie Einlage eines Bändchens unter die Harnröhre. Es handelt sich dabei um einen minimal-invasiven Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Die Erfolge über einen Zeitraum von über zehn Jahren sind mit etwa 90 Prozent zufriedenen Patientinnen sehr gut.
Alternativ kommt neuerdings ebenfalls eine medikamentöse Therapie in Frage

Dranginkontinenz
in der Regel nur medikamentös