Wissenschaftliche Studien

Seit 2006 werden im Rahmen des Darmzentrums wissenschaftliche Studien durchgeführt, die zur Verbesserung der Therapie bösartiger Tumorerkrankungen beitragen sollen.

Hierbei können Patienten, die entweder an einer Krebserkrankung des Dickdarmes oder des Enddarmes erkrankt sind und bestimmte Einschlusskriterien erfüllen, auf freiwilliger Basis teilnehmen.

Es werden etablierte Therapieverfahren miteinander verglichen, um Vorteile der einzelnen Therapieformen festzustellen.

Derzeit laufende Studien:

  • Studie zur Prävalenz der Mangelernährung in der zentralisierten Versorgung von Darmkrebspatienten
  • PONIY-Studie (Postoperative Inzisions-Unterdrucktherapie nach offenen kolorektalen Eingriffen)
    Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit eines postoperativen Wundinzisions-Unterdrucktherapie-Systems (PIUT) im Vergleich zum Standard (steriler Wundverband) zur Vermeidung postoperativer Wundinfektionen bei offenen kolorektalen Operationen zu untersuchen.

  • LeQS-Studie, Lebensqualität Stoma-Studie (prospektive multizentrische klinische Studie):
    Unterschied in der erwarteten Lebensqualität bei Patienten mit kolorektalem Karzinom, bei denen eine Stomaanlage geplant ist, zu der tatsächlichen postoperativen Lebensqualität

Studien in Nachbeobachtung/ abgeschlossene Studien:

  • ML22011 - AIO KRK 0110
    Randomisierte Phase-III-Studie, welche die Therapiesequenz Capecitabin plus Bevacizumab gefolgt von Capecitabin plus Irinotecan plus Bevacizumab versus Capecitabin plus Irinotecan plus Bevacizumab als Erstlinien-Therapie beim metastasierten Kolorektalkarzinom prüft.
    • Tumorregister kolorektales Karzinom
      Prospektive und retrospektive Beobachtung der adjuvanten und palliativen Behandlungsstrategien in der Therapie des Kolorektalkarzinoms in Deutschland
      Eine multizentrische, epidemiologische Erhebung (Nicht-interventionelle Studie)
      inkl. Subprojekte CoLife, CoTox und CoDec
    • CoCStom-Studie
      Das Ziel der Studie (primärer Endpunkt) ist es, den günstigeren Zeitpunkt der Stomarückverlagerung im Rahmen der adjuvanten Chemotherapie zu klären. Als patientenrelevante sekundäre Endpunkte werden Lebensqualität und onkologische Ergebnisse untersucht.
      Interventionsgruppe: frühe Stomarückverlagerung 8-10 Tage nach Tumorresektion mit anschließender adjuvanter Chemotherapie
      Kontrollgruppe: späte Stomarückverlagerung nach Abschluss der adjuvanten Chemotherapie (26 Wochen nach Randomisierung).
  • ERBITAG (nicht-interventionelle Studie):
    Nicht-interventionelle Studie zur Effizienz von ERBITUX in der first-line-therapie bei Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom mit Wildtyp-RAS-Gen

  • Recora (nicht-interventionelle Studie):
    Regorafenib zur Behandlung von Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom (mCRC) nach Versagen der Standardtherapie

  • FIRE-3-Studie
    Randomisierte Studie zur Wirksamkeit von FOLFIRI (Folinsäure, 5-Fluoruracil, Irinotecan) in Kombination mit Cetuximab vs. Bevacizumab in der Erstlinien-Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms

  • PANTER-Studie
    Randomisierte Studie zur perioperativen Chemotherapie mit FOLFOX plus Cetuximab im Vergleich zur adjuvanten Chemotherapie mit FOLFOX plus Cetuximab bei Patienten mit resektablen Lebermetastasen bei kolorektalem Karzinom.
  • CAO/ARO/AIO-04-Studie
    Präoperative Radiochemotherapie und adjuvante Chemotherapie mit 5-Fluorouracil plus Oxaliplatin im Vergleich zu präoperativen Radiochemotherapie und adjuvante Chemotherapie mit 5-Fluorouracil beim lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom im UICC-Stadium II und III
    (Rekrutierung von Patienten abgeschlossen)

  • BaFO-Studie
    Randomisierte Studie zum Vergleich einer operativen Abdeckung mit herkömmlichen Bauchtüchern oder einer zirkulären Polyethylen-Folie
    (Rekrutierung von Patienten abgeschlossen)
  • Familien schützen und stärken – Umgang mit familiärem Darmkrebs
    Ziel dieser Studie ist, das Erkrankungsrisiko der Familienmitglieder von Darmkrebspatienten zu bestimmen um in Zukunft Menschen mit familiärem Risiko frühzeitiger und zuverlässiger zu erkennen und somit rechtzeitig Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen einzuleiten.
    Zentrales Anliegen der Studie ist es, von betroffenen Darmkrebspatienten einen Familienstammbaum der erstgradigen Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) zu erhalten.
  • FAMKOL-Studie:
    Transdisziplinäre Förderung der Screening-Teilnahme bei Personen mit familiär erhöhtem Risiko für kolorektale Karzinome

OA Dr. med. Johannes Spes, Onkologie

Studienbetreuer:
Dr. med. Johannes Spes