Vortrag in Garching: Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Garching. „Das Herz ist eine echte Hochleistungsmaschine”, erklärte Dr. Walter Notheis bei seinem Vortrag im Nikolaussaal. Der Chefarzt der Kardiologie lieferte dazu auch einige verblüffende Zahlen: Rund 5.000 Mal schlägt das Herz pro Stunde und etwa 100.000 Mal am Tag. Wenn dieses lebenswichtige Organ einmal aus dem Takt gerät, dann muss das nicht immer etwas Schlimmes bedeuten, so Dr. Notheis. Gerade in jüngeren Jahren bei entsprechendem Lebenswandel, oder bei Aufregung könne gutartiges Herzjagen auftreten, das allerdings spätestens innerhalb von 24 Stunden wieder abklingen sollte. Herzrhythmusstörungen können aber auch Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein. Das so genannte „Vorhofflimmern” könne sogar einen Schlaganfall auslösen. Deshalb sei es sehr ratsam, bei wiederkehrenden Symptomen den Hausarzt aufzusuchen und ein EKG durchführen zu lassen. Dr. Notheis zeigte in seinem Vortrag auch die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten von Herzrhythmusstörungen auf, die von Medikamentengabe, über eine Katheterablation bis hin zum Einsetzen eines Herzschrittmachers oder eines Defibrilators reichen. Bei der genannten Katheterablation, die im Herzlabor der Kreisklinik Altötting durchgeführt wird, kann durch eine Verödung von Herzgewebe unter anderem mittels eines speziellen Kälteverfahrens die Herzrhythmusstörung beseitigt werden. Der abschließende Rat von Dr. Notheis an die Zuhörer lautete: „Frischen Sie Ihren Erste-Hilfe-Kurs auf, damit Sie in der Lage sind, bei einem Menschen mit Herzinfarkt und Herzstillstand eine Herzdruckmassage durchführen zu können, bis der Rettungswagen eintrifft.” Dies könne über Leben und Tod entscheiden.

Notheis

Chefarzt Dr. Walter Notheis informierte im Garchinger Nikolaussaal über Herzrhythmusstörungen. Foto: Schmitzer

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