Spatenstich - jetzt geht es los

Am Dienstag erfolgte ein wegweisender Spatenstich für eine erfolgreiche Zukunft der Kreiskliniken Altötting-Burghausen. Am Schwerpunkthaus Altötting werden bis 2023/24 insgesamt rund 100 Millionen Euro investiert. Im ersten Bauabschnitt entstehen 260 neue Parkplätze, eine Zentral-Sterilisation und sieben neue OPs. Danach erfolgt die Aufstockung um 80 Betten und die Generalsanierung des mehr als 30 Jahre alten Hauses. „Es ist ein schöner, interessanter Tag“, unterstrich Landrat Erwin Schneider. Der Vorsitzende des Klinikverwaltungsrates hob aber auch hervor, dass das Land Bayern an dieser Stelle 80 Millionen beisteuere. Aufgrund der derzeit für Bauträger preislich schwierigen Lage am Bau, hofft er den Kostenrahmen zu halten. 

Klinikvorstand Michael Prostmeier dankte den Vertretern des Ministeriums für die gute Zusammenarbeit. Gleiches Lob sprach er auch der Stadt Altötting und dem Landratsamt für die schnellen Genehmigungen aus. Die nächsten Bauschnitte sind von landespolitischer Seite zwar noch nicht genehmigt. Die Genehmigung mit den Förderzusagen erfolgt nach einem klar festgelegten Plan. Alle sind aber zuversichtlich, bezüglich der Aufnahme in das Jahreskrankenhausbauprogramm. Explizit erwähnte er auch das große Engagement von MdL Ingrid Heckner, die sich bei der Landesregierung für die schnelle Umsetzung des Projektes stark gemacht hat. 

Ein wichtiger Schwerpunktversorger

Das Klinikum Altötting wurde 1985 errichtet. Im Krankenhausplan des Freistaates ist das Haus als Schwerpunktversorger eingestuft. Das bedeutet, dass es die benachbarten Landkreise Rottal-Inn und Mühldorf mitversorgt. „Mit 420 Betten zählen wir zu den kleinen Schwerpunktversorgern. Wir wollten auf 500 Betten aufstocken, um eine stabile Zukunft gewährleisten zu können“, so Schneider. Er hob hervor, dass vor allem der Bürgerentscheid mit darauffolgenden halben Jahr des Nachdenkens für „einen Sprung nach vorne“ gesorgt habe. So konnte man rechtzeitig mit den Planungen beginnen. Vorstand Prostmeier erklärte, dass die Aufstockung unabdingbar ist.  Im Vorfeld der Krankenhausdiskussion hat die große Politik in Berlin beschlossen, Krankenhaus-Zentralisierungen zu forcieren, um die Wirtschaftlichkeit der kommunalen Gesundheitsversorgung zu stärken und damit auch die Kreise, die für die Defizite aufkommen, zu entlasten. 

Große Herausforderungen 

Der nun beginnende erste Bauabschnitt beeinträchtigt die Abläufe im Klinikum nicht, weil hier ein kompletter Neubau entsteht. Landrat Schneider betonte nochmals, dass der schnelle Baubeginn erst durch sehr gute Kooperation mit zwei betroffenen Familien realisiert werden konnte. Es ging um den Verkauf der für den Parkplatz nötigen Grundstücke und um die freiwillige Beendigung eines Pachtverhältnissen. Klinikvorstand Michael Prostmeier blickte schon auf die Aufstockungs- und Sanierungsmaßnahmen voraus, die für alle beteiligten Patienten und Mitarbeiter in vielerlei Hinsicht zu einer besonderen Herausforderung würden. Prostmeier gibt sich ob der Kooperation mit den Patienten humorvoll zuversichtlich: „Unsere Patienten sind die besten Bauleiter. Man glaubt gar nicht, was die alles sehen.“ Diese Worte sorgten für Erheiterung der Zuhörer. 

Bericht: Ulli Kaiser

Slider-Images 1
Slider-Images 2
Slider-Images 3
Slider-Images 4
Slider-Images 5
Slider-Images 6
Slider-Images 7
Slider-Images 8
Slider-Images 9
Slider-Images 10
Slider-Images 11

← Zurück