Rezertifzierungsfortbildung für Wundexperten

Annähernd 100 Pflege-Wundexperten und einige Ärzte haben sich in der jährlichen Rezertifizierungsfortbildung des Bildungszentrums der Kreisklinik Altötting auf den neuesten Stand des Wissens gebracht. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Pflegeakademie des DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) in München, wurde der Themenbogen weit gespannt. Die Lebensqualität (HrQoL) von Menschen mit chronischen Wunden, der „State oft the Art“ Einsatz von Alginaten, Hydrofasern, Hydrogelen und Hydrocolloiden sowie die Evidenz von Verbandsystemen mit Silberionen wurden von den Dozenten auf Basis wissenschaftlicher Daten beleuchtet. Mit aktuellen Fällen und Kasuistiken wurden Machbarkeit und Grenzen in der Praxis dargestellt. „Besondere Verbandsysteme“, u. a. mit Medihoney oder Hyaluronsäuren sowie schwierige Kompressionsbehandlungen bei venös-lymphatischer Insuffizienz waren weiterhin Themenschwerpunkte, bevor im letzten Vortrag noch bestehende und zukünftige gesetzliche Rahmenbedingungen für Betroffene, Ärzte und Pflegende kritisch beleuchte wurden. Das Bürgerhaus in Burghausen bot den räumlich-medialen Rahmen für die fordernde Veranstaltung, die nach strengen Vorgaben der „Initiative chronische Wunde e. V.“ durchgeführt wurde. In Begrüßungsworten und Zwischentönen fielen von Julian Bayer M.A aus München und Reinhard Graml MScN auch sehr systemkritische Worte zur Gesundheitsversorgung in der Bundesrepublik Deutschland und zur berufspolitischen Gegenwart.

Bericht & Fotos: Bildungszentrum  

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