Kreiskliniken Altötting-Burghausen für Coronavirus gerüstet

Altötting. Am 28. Januar 2020 vermeldete das Gesundheitsministerium in München den ersten bestätigten deutschen Fall des neuartigen Coronavirus (Typ 2019-nCoV). Durch die rapide Ausbreitung des Virus in Wuhan (Provinz Hubei) in China besteht Anlass, sich auch auf weitere Fälle in Deutschland vorzubereiten, selbst wenn bislang nur ein kleiner Teil der Infektionen außerhalb Chinas aufgetreten ist.
Das Virus verursacht Symptome des Atemtraktes, mit oder ohne Fieber, bis hin zu Lungenentzündungen. Als Verdachtsfälle gelten Patienten mit einem maximal 14 Tage zurückliegenden Aufenthalt in China bzw. nach Kontakt mit einer bereits infizierten Person. Hier muss eine Labordiagnostik erfolgen. Eine spezielle Therapie gibt es bislang nicht, ebensowenig eine Impfung. Die Hygiene und Isolationsmaßnahmen von Verdachtsfällen mit Coronavirus Typ2019 entsprechen denen von Patienten mit Influenza und sind entsprechend in den Kreiskliniken Altötting-Burghausen genau festgelegt und geprüft. Die Klinikmitarbeiter werden Personen mit Verdacht auf 2019-nCoV mit Atemschutzmasken und Schutzhandschuhen gegenübertreten. Eine stationäre Unterbringung erfolgt im Einzelzimmer mit eigener Nasszelle. Für besonders schwere Fälle stünde in der „Intermediate-Care-Abteilung” ein Zimmer mit Schleusenraum zur Verfügung. Eine medizinisch kompetente Versorgung ist durch unsere Spezialisten sicher gestellt.

Lungenspezialist Chefarzt Prof. Hauck von den Kreiskliniken Altötting-Burghausen warnt vor übertriebener Angst: „Das Coronavirus ist wahrscheinlich nicht so gefährlich wie die Influenza-Viren.” „Es dürften, nach derzeitigem Erkenntnisstand, keine Massen an Verdachtsfällen auftreten”, fügt Dr. Johann Mattes, Leiter der Klinikhygiene hinzu.

Was kann jeder tun, um eine Ansteckung zu verhindern?
Hier gelten für die Bevölkerung die gleichen Empfehlungen wie für die Grippe:
- Achten Sie auf eine gute Händehygiene (häufiges Händewaschen, nicht mit schmutzigen Händen ins Gesicht fassen).
- Husten- und Niesdisziplin (beim Husten und Niesen einen Meter Abstand halten und von den Anderen wegdrehen,
  in ein Einmaltaschentuch niesen, Hände waschen).
- Enge Kontakte zu Personen mit Atemwegserkrankungen meiden, kein Händeschütteln.
- Personen mit Atemwegserkrankungen sollten enge Kontakte zu anderen meiden.

Weitere Infos unter www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

HM

Bitte das Logo unten anklicken, um zum Bericht des Wochenblatts zu gelangen:

Artikel

← Zurück