Innovatives Temperaturmessen beim InnKlinikum Altötting

Altötting. Das InnKlinikum Altötting dürfte eine der ersten Kliniken bundesweit sein, die mittels eines hochentwickelten Kamerasystems die Temperatur der Mitarbeiter und Besucher ermittelt. Seit Dienstag, 14. April 2020 ist das System am Haupteingang im Einsatz und hat sich in dieser kurzen Zeit schon bewährt. Besonders zu den Stoßzeiten bei Schichtbeginn ergibt sich dadurch für die Klinikbeschäftigten eine erhebliche Verkürzung der Wartezeiten. Bisher wurde bei jedem Mitarbeiter und den vereinzelten Besuchern, die im Ausnahmefall die Klinik betreten durften, von Klinikpersonal mit einem Fieberthermometer die Temperatur gemessen. Dadurch bildeten sich teilweise längere Schlangen vor dem Haupteingang. Das Kamerasystem kann theoretisch bis zu 20 Personen gleichzeitig erfassen und zeigt auf einem Bildschirm für jede dieser Personen die Temperatur an. Liegt diese im Normalbereich, ist die Anzeige grün, bei erhöhter Temperatur ist sie rot. Wird bei einer Person eine erhöhte Temperatur angezeigt, wird diese manuell nachgemessen. Bestätigt sich das Ergebnis wird die Person abgesondert und es folgt die Abklärung bezüglich einer möglichen Corona-Infektion. Auf die Idee, dieses System in Altötting zu installieren, kam EDV-Leiter Hubert Vigl. „Ich habe in der Tagesschau gesehen, dass dieses Kamerasystem am Flughafen in Peking eingesetzt wird und war begeistert. Über einen österreichischen Distributor ist es mir dann gelungen, ein Exemplar für unsere Klinik zu bekommen.” Die Mitarbeiter, die bisher von Hand die Temperatur gemessen haben, sind durchweg begeistert von der Arbeitserleichterung durch die technische Innovation und die vielen Klinikbeschäftigten freuen sich über eine schnelle Abfertigung bei Schichtbeginn.

Vigl

EDV-Leiter Hubert Vigl mit dem Temperaturmesssystem. Bis zu 20 Personen könnten gleichzeitig erfasst werden, was natürlich aufgrund der Abstandsregel nicht möglich ist.

kamera

Auf dem Bildschirm wird in Echtzeit die Temperatur der Personen angezeigt. Dies dient der Sicherheit um die Klinik davor zu schützen, dass Menschen mit Fieber diese betreten.

Fotovermerk: Schmitzer/InnKlinikum

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