0180/655 3000: Die Nummer gegen Kummer

Pressetext der Kreiskliniken Altötting-Burghausen zum Krisen-Netzwerk-Beitritt der Abteilung „Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie” des „Zentrums für Kinder und Jugendliche Inn-Salzach e.V.” (ZKJ).

Es ist eine erschütternde Tatsache: Die zweithöchste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen ist der Suizid. Dieser Dramatik hat sich der „Krisendienst Psychiatrie“ angenommen und eine Telefonhotline ins Leben gerufen, die sich rund um die Uhr als Anlaufstelle für junge Menschen anbietet. Unter der Telefonnummer 0180/655 3000 können sich Kinder und Jugendliche melden um unkomplizierte Hilfe von geschulten Mitarbeitern zu erhalten. Im Landkreis Altötting hat der Krisendienst sein Hilfsangebot nun weiter ausgebaut. So ist vor kurzem die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Zentrums für Kinder und Jugendliche Inn-Salzach e.V. (angesiedelt an den Kreisklinken Altötting-Burghausen) dem Krisen-Netzwerk beigetreten. Bezirksrätin Gisela Kriegl bezeichnete bei einem Pressegespräch das Kummertelefon als „wertvolles Angebot“. „Meine Wahrnehmung ist, dass Suizid bei den jungen Menschen zunimmt“, so Krieger. ZKJ-Leiter Chefarzt Dr. Stefan Vlaho zeigte sich begeistert darüber, dass in unserer Region eine so starke Struktur aufgebaut werden konnte, mit dem Ziel jungen Menschen zu helfen. Dr. Vlaho bedankte sich in diesem Zusammenhang bei seiner Kollegin, Chefärztin Dr. Gertraud Fridgen, für ihr Engagement bei der Netzwerkbildung. „Eine Krise gehört zum Leben dazu”, so Hermann Däweritz, Gebietskoordinator des Krisendienstes. „Der beste Weg ist schnelle Hilfe zu erhalten.” Positiv beurteilten das Projekt auch Jugendamtsvertreter aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn. Sie versprachen, eng mit dem Krisen-Netzwerk zusammenzuarbeiten. Letztlich ist es aber Sache der betroffenen jungen Menschen, dieses Angebot anzunehmen und 0180/655 3000 anzurufen, wenn sie einmal nicht mehr weiterwissen. „Wähle Dein Leben“, lautet das Motto des Kummertelefons. Und manchmal reicht ein Anruf um aus einer Lebenskrise herausbegleitet zu werden ...

Bild: (v. li.) Gerhard Schropp (Verwaltungsleiter ZKJ), Manfred Weindl (Jugendamt Rottal-Inn), Kirsten Prange (Jugendamt Mühldorf), Dr. Gertraud Fridgen (Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie), Thomas Köster (Jugendamt Altötting), Elisabeth Borst (Bereichsleitung Sozialpsychiatrischer Dienst), Hermann Däweritz (Gebietskoordinator Krisendienst Psychiatrie), Bezirksrätin Gisela Kriegl und Dr. Stefan Vlaho (Chefarzt und Ärztlicher Leiter des ZKJ). (Foto: Schmitzer)

 

Kummertelefon

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